Mittwoch, 18. Januar 2012

Hochsensibilität

Um es vorweg zu nehmen: Ich möchte in diesem Artikel über Hochsensibilität und Zahnarzt bewusst nicht auf einzelne Kriterien eingehen, die für hochsensible Menschen typisch sind. Zum Nachlesen dafür sind die hervorragend geschrieben Artikel im Internet viel besser geeignet. Nur soviel:

Hochsensibilität ist keine Krankheit!!!

Auch einzelne zahnärztliche Therapien möchte ich in diesem Artikel nicht weiter aufführen. Es gibt viele Möglichkeiten diese besondere Begabung vor, während und nach einer Behandlung beim Zahnarzt zu berücksichtigen, ja sogar einfliessen zu lassen. Der geneigte Leser findet hierzu viele Ideen auf meiner Webseite unter dem Punkt Spektrum. Letztendlich muss aber eine individuelle Therapie in Ruhe und in einem persönlichen Gespräch gefunden werden.

Was ich dagegen mit meinem Artikel bezwecken möchte, ist eine Lanze brechen und hochsensible Menschen dazu zu bewegen, den Zahnarztbesuch nicht zu vernachlässigen.

Was bedeutet der Zahnarzt nun für hochsensible Menschen?

Lärm, Gerüche, Enge, Zwang, dadurch Angst, Hilflosigkeit…der Kopf droht zu bersten! Keine Fluchtmöglichkeit weder in sich noch irgend woanders hin! Die Liste lässt sich wahrscheinlich endlos weiterführen… und führt in den allermeisten Fällen zu einem Trauma. (Siehe Traumaartikel weiter unten)

Viele Zahnärzte unterstützen diese Punkte noch mit Verständnislosigkeit, teils durch Arroganz (…“wir Halbgötter in weiss“…), Rechthaberei usw. Dabei haben sie nur Angst, weil sie es mit dem Unbekanntem zu tun haben und eigentlich gar nicht wissen, wie sie mit hochsensiblen Menschen umgehen müssten. Was man nicht kennt wird abgelehnt! Aber dieses Problem kennen ja die Hochsensiblen schon ihr Leben lang, oder? J

Zugegeben: viele Dinge, die man als Zahnarzt machen muss, sind nicht sooo sonderlich angenehm. Auch nicht für den Behandler selbst! Das liegt in der Natur der Dinge…genauer gesagt am Arbeiten im und am Kopfbereich und der daraus resultierenden Knochenleitung. In manchen Kulturen ist der Kopf zudem der Sitz der Seele. Der Zahnarzt bohrt also sozusagen zwangsweise an der Seele herum… Wir sind  dabei der Meinung, dass die Zähne das Spiegelbild der Seele sind! (Siehe Artikel darüber weiter unten)

Kurzum: Schön ist anders!!!

Was wäre nun die Lösung?

Die Lösung wäre all das o.g. beim Zahnarzt vergessen zu können!

Das setzt eigentlich erstmal voraus, dass der Zahnarzt sich der Problematik der hochsensiblen Menschen bewusst ist.

Die Vollnarkose wäre dann sicherlich mal die erste Wahl bei Angst und Phobie beim Zahnarzt. Ist aber nicht jedermanns Sache… Weitere Punkte sind schmerzlose Anästhesie und Einfühlungsvermögen des Behandlers bis hin zu schonenden Behandlungsverfahren.

Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass das Bohrgeräusch, die Gerüche und auch eventuell belastende sonstige Tätigkeiten des Zahnarztes beim besten Willen nicht auszuschalten sind. (Ausser wie oben bereits erwähnt unter Vollnarkose)

Meiner Meinung und Erfahrung nach steht aber das persönliche vorbereitende Gespräch an erster und wichtigster Stelle. Hier kann auf all die vielleicht folgenden Behandlungen eingegangen und geplant werden, wie der nicht zu vermeidende Stress beim Zahnarzt auf ein akzeptables Niveau für den hochsensiblen Patient reduziert werden kann.

Ganz vermeiden wird man ihn nie können, den Stress beim Zahnarzt…aber zu seinem Verbündeten machen gelingt mit entsprechender Hilfe schon!


Übrigens: Zum Schluss noch eines: Ich gehöre auch dazu...zu den hochsensiblen Menschen! J






Montag, 16. Januar 2012

Narkose beim Zahnarzt


Was ist eine Vollnarkose?

Bei der Vollnarkose wird sowohl der Wachzustand des Patienten als auch sein Empfinden gänzlich ausgeschaltet. Die Medikamente der Vollnarkose entfalten ihre Wirkung im zentralen Nervensystem. Keines der verfügbaren Medikamente allein kann alle Komponenten einer Vollnarkose herbeiführen, daher wird immer eine Kombination verschiedener Medikamente eingesetzt. Manche Behandlungen sind nur möglich, wenn zusätzlich eine Muskelerschlaffung der willkürlichen Muskulatur sichergestellt ist. Sie sind nicht ansprechbar und erleben die Behandlung nicht mit!

Für die Vollnarkose kommt extra für Sie ein Anästhesie Team in die Praxis.

Nach dem Erwachen sind Sie nach einer Stunde so weit wach, dass Sie mit einer Begleitperson wieder selbstständig nach Hause gehen können. Viele Patienten erzählen nach dem Erwachen, dass sie schöne Träume hatten und sich ausgeruht und erholt fühlen!

Bei wem ist eine Vollnarkose sinnvoll?

1. Bei ängstlichen Erwachsenen und bei Kindern
2. Bei Patienten die umfangreiche Behandlungen zu machen aber
beruflich bedingt keine Zeit haben
3. Bei schwierigen zahnchirurgischen Eingriffen oder vielen Implantaten.
4. Bei debilen und/oder behinderten Kindern und Erwachsenen.
5. Wenn Sie einfach von der Behandlung nichts mitbekommen wollen!

Welche Kosten können bei einer Vollnarkose entstehen?

Die entstehenden Kosten werden Ihnen vor der Behandlung zur Entscheidungs-findung ausführlich erläutert. Die Kostenträger tragen leider nicht immer die anfallenden Narkosekosten.

www.zfiz.ch




Samstag, 14. Januar 2012


Angst und Phobie beim Zahnarzt

Seit Generationen entstehen beim Gang zum Zahnarzt (in früheren Jahrhunderten diversen Zahnreissern) Sorgen und Angst, Zweifel und Fluchtgedanken. Dies ist, wie man aus der speziellen Traumatherapie weiss, mittlerweile schon "vererbt".

Die Traumatherapie um Angwynn St.Just, einer international renommierten Traumtherapeutin, beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Problem Trauma und Ärzte. Sehr oft entstehen Ängste vor dem Zahnarzt plötzlich und aus heiterem Himmel ohne das die Betroffenen wissen warum und weshalb oder werden über Generationen in Umfeld, Schule und Arbeit am Leben erhalten. Der eine oder andere von uns wird sich vielleicht hierbei irgendwo selber erkennen...

Viele Patienten gehen dadurch weniger oder sogar gar nicht mehr zum Arzt oder Zahnarzt, teilweise ihr ganzes Leben lang nicht mehr. Die Schäden, die daraus entstehen, sind für den Einzelnen meist sehr umfangreich und führen oft zu gravierenden Regulationsstörungen des gesamten Körpers. Dies führt meist zu diversen Störherden, die dann an ganz anderen Stellen zum Vorschein kommen oder in ihrem Beschwerdebild oft fehlgedeutet werden. Niemand denkt dabei an Zahnschäden!

Deshalb bedarf der Umgang mit der Angst und/oder Phobie vor dem Zahnarzt eines speziellen Therapieansatzes! 

Gestützt aus meinen Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Arbeit mit Kinesiologie, Traumatherapie, Trance, Familienstellen und Psychologie hat sich daraus meine Planung, Behandlung und Therapie im Umgang mit der Angst und/oder Phobie entwickelt.

Die Vorgehensweise ist sehr vielschichtig, wie die Angst und/oder Phobie es ja auch ist. Sie umfasst Elemente aus der Kinesiologie, wie z.B. spezielle Phobiebehandlung, Glaubenssätze, aber auch Trancebehandlung, Farbunterstützung und auch schulmedizinische Methoden, wie z.B. schmerzfreie Anästhesie und Narkosebehandlung.

Sollten die Ängste tiefer sitzen und nicht nur durch den Zahnarzt hervorgerufen sein, stehen erfahrene Therapeuten bereit, die eine weitere Behandlung übernehmen und fortführen können. Somit ist es möglich durch konsequente Arbeit eine Verbesserung oder sogar eine Auflösung der Angst und/oder Phobie zu erreichen.

Ich denke, dass mit Hilfe dieses Konzeptes so nun für jeden die Möglichkeit besteht trotz Angst und/oder Phobie zum Zahnarzt zu gehen!


www.zfiz.ch

Freitag, 13. Januar 2012

Zahnärztliche Neuraltherapie

Der Begriff Neuraltherapie ist sicherlich vielen geläufig. Aber Zahnärztliche Neuraltherapie?!? Was kann man mit Neuraltherapie in der Zahnmedizin anfangen? Diese Frage stellt man sich vermutlich als nächstes und sie soll mit diesem Essay beantwortet werden.

Die klassische Neuraltherapie hat mit dem nun folgenden nur noch am Rande zu tun und dennoch stand sie Pate für die Entwicklung der Zahnärztlichen Neuraltherapie. Sie ist ähnlich dem Neuen und doch verschieden. Genaugenommen gab es diesen Begriff noch gar nicht, weshalb ich ihn neu erschaffen musste, da die Zahnärztliche Neuraltherapie doch auch in vielen Punkten unterschiedlich zur Neuraltherapie ist.

Sie beinhaltet das Wort „zahnärztlich“, weil es eine speziell zahnärztliche Anwendung ist und eigentlich nur bei mir so verwendet wird, zudem das Wort „Neuraltherapie“, da die Grundlagen aus diesem Bereich der ganzheitlichen Medizin entnommen sind und als Hommage an die Begründer der Neuraltherapie.

Schon vor Jahrzehnten ist mir aufgefallen: je näher ich dem Nervgewebe des Zahnes sei es durch Karies und/oder durch tiefe Dentinverfärbungen bzw. auch durch Unfälle bis hin zur Eröffnung des Nerven komme, dass die klassische Zahnmedizin im Zweifelsfall nur eine Antwort auf das Problem kennt: Die Wurzelbehandlung!

Ein Horror für jeden Patienten, kennt er doch aus seinem Umfeld nur zu gut, welche Folgen daraus entstehen: Schmerzen, langwierige Behandlung, eventuell Chirurgie, hohe Kosten und vor allem eins: Der Zahn lebt nicht mehr!
(Über die Folgen eines toten Zahnes habe ich auf meiner Webseite genügend Informationen und das Internet bietet dazu eine unendliche Zahl an Hinweisen, so dass ich hier nicht mehr darauf eingehen möchte.)

Schon zu Beginn meiner Spezialisierung auf ganzheitliche Zahnmedizin stiess ich auf die klassische Neuraltherapie nach Huneke. Die Ideen der Gebr. Huneke waren faszinierend und doch einfach zugleich! Vereinfacht: Schmerzen mit Procain beseitigen und damit dem Gewebe zu neuem Leben verhelfen!

Auf Basis dieser genialen Idee fing ich an Zähne, die nervnah präpariert werden mussten bzw. auch Nerveröffnungen, mit Neuraltherapie ergänzend bzw. zusätzlich zu behandeln.
Das Ziel war traumatisierte Zähne am Leben zu erhalten und eine Wurzelbehandlung zu vermeiden.

Der Erfolg im ganzheitlich zahnärztlichen Bereich war zunächst nicht besonders gross. Also erweiterte ich die Neuraltherapie um die aus Literatur und Fortbildung bekannten verschiedenen homöopathischen Substanzen. Auch dort stellten sich nur zaghaft Erfolge ein…die Wurzelbe-handlung blieb zu meinem Ärger weiterhin. Es dauerte Jahre, bis ich aus der Vielzahl der Mittel und Möglichkeiten die richtige Therapie kreieren konnte.

Heute haben wir nun mittlerweile seit 5 Jahren gesicherte Erkenntnisse darüber, dass Zahnärztliche Neuraltherapie funktioniert. Denn seit dieser Zeit gibt es im Zentrum für Integrale Zahnmedizin AG keine Wurzelbehandlungen mehr.

Wir erhalten die Nerven und die Zähne unserer Patienten am Leben!

Gesicherte Erkenntnisse heisst auch, dass die Zähne natürlich vital, dass heisst am Leben sind, keine chronischen Entzündungen haben und keine Klopfempfindlichkeit vorweisen. Das Kriterium war dabei auch, dass ein Erfolg erst als Erfolg gewertet wird, wenn die jeweiligen Zähne länger als 1 Jahr symptomlos und am Leben bleiben. Wichtig auch, dass das Alter des Patienten dafür keine Rolle mehr spielt. Richtig angewendet funktioniert es praktisch immer und bei jedem Patienten ob alt oder jung.

Die ältesten mit der Zahnärztlichen Neuraltherapie behandelten Zähne sind mittlerweile über 5 Jahre am Leben…ohne Wurzelbehandlung!

Wie setzen wir nun die Zahnärztliche Neuraltherapie ein und was lässt sich damit alles behandeln?!?


Die Zahnärztliche Neuraltherapie funktioniert im Wesentlichen über 2 Mechanismen:
(Der vermutlich genaue Wirkmechanismus kann in meinem Artikel in der Zeitschrift CoMed 02/10 unter dem Icon „Veröffentlichungen“ nachgelesen werden)

Der eine Mechanismus wirkt heilend und/oder regenerierend auf den jeweiligen Zahn und sein Umfeld. Er kann da genutzt werden, wo die Regenerationsfähigkeit der Zähne noch nicht erloschen ist. Mit dem richtigen Material zur Versorgung der Zahnnerven findet nachweislich ein Überleben des Zahnes statt, auch wenn der Nerv notwendigerweise eröffnet oder gar die gesamte Nervhöhle entfernt werden musste. Die heilende Wirkung lässt sich auch sehr gut zur Unterstützung bei chirurgischen Prozessen nutzen.

Der andere Mechanismus beseitigt Schmerzen jeglicher Art, auch bei wurzelbehandelten Zähnen, schmerzenden Weisheitszähnen und stark überempfindlichen Zähnen. Ab einem bestimmten Schädigungsgrad des Zahnes wirkt die Zahnärztliche Neuraltherapie nur noch schmerzstillend, aber nicht mehr heilend und/oder regenerierend auf das geschädigte Umfeld des Zahnes.

Da die Schmerzen zunächst sehr stark zurückgehen, ermöglicht dies Patient und Zahnarzt eine genaue Therapieplanung durchzuführen ohne Notlösungen finden zu müssen, die meist für beide eher unbefriedigend sind. Patient und Zahnarzt können sich entsprechend vorbereiten und die jeweilige notwendige Therapie in Ruhe besprechen und durchführen. Die Angst des Patienten kann damit wieder auf ein normales Mass reduziert werden. Er kann sich auf den besprochenen Eingriff vorbereiten und muss keine Angst mehr vor überstarken Schmerzen haben.

Ein Auftreten beider Wirkmechanismen parallel ist dabei natürlich nicht auszuschliessen.

Der Mensch hat ein biologisches und damit nicht lineares Wesen. Dies ist aus der biologischen Quantenphysik hinreichend bekannt. Kurz gesagt bedeutet es: nichts ist 100%ig! So auch nicht die Zahnärztliche Neuraltherapie. Wir haben aber immerhin eine 93%ige Erfolgsrate gestützt auf den o.g. Kriterien! Nur 7% der Zähne haben über die Jahre so starke Vorschäden aufgebaut, so dass auch die Zahnärztliche Neuraltherapie nicht mehr helfen kann.

Dies bedeutet: 93% der Zähne unserer Patienten, welche in der klassischen Schulmedizin wurzelbehandelt worden wären, sind vital! Über Jahre…

Mit dieser Methode ist unser Zentrum wurzelbehandlungsfrei geworden!



Montag, 14. September 2009

AMALGAM – und was darüber nicht überall zu finden ist…

Amalgam – darüber gibt es nichts, was nicht im Internet zu finden wäre oder in Büchern veröffentlicht oder auf irgendeiner Fortbildung nicht schon gesagt wurde. Es wird darüber geschrieben, was man alles braucht um Amalgam sicher zu entfernen, sei es nun Kofferdam, Clean-up Sauger, Sauerstoffgabe und –masken usw., Amalgam muss über Giftmülltransporte vom Zahnarzt entsorgt werden, Krematorien brauchen wegen der hohen Quecksilberbelastung spezielle Filteranlagen. Die Symptome sind bekannt, die Ausleitungsverfahren auch…

Ich habe mir die Berichte angeschaut, recherchiert, bis ich darauf gekommen bin, was eben dort nicht steht bzw. nicht veröffentlicht wird, ja man könnte sogar sagen, es wird gar nicht darüber geredet oder totgeschwiegen oder vielleicht auch einfach vergessen, obwohl es eigentlich, und für jeden Zahnarzt insbesondere, über die Jahre immer wichtiger geworden ist:

Was ist mit den Legierungsbestandteilen des Amalgams im Dentin oder besser gesagt in den Dentintubuli? Achja, was sind den Dentintubuli?

Dentin ist die Substanz, die unter dem Zahnschmelz kommt, d.h. wenn ein Zahn aufgebohrt wird, dann ist dies die sichtbare Zahnsubstanz unter der harten Schmelzschicht. Nach schulmedizinischen Statistiken hat der menschliche Zahn eine oder mehrere Hauptwurzeln und es gibt im Durschnitt ca. 20.000 Seitenkanäle pro Quadratmillimeter Dentinoberfläche, d.h. Millionen von Kanälen pro Zahn, die im Durchschnitt zwar nur 1-2 Mikrometer Durchmesser haben und damit mikroskopisch klein sind, aber auch dreidimensional den oder die Hauptkanäle umgeben. Diese Kanäle und Kanälchen werden Dentintubuli genannt. Reiht man die Dentintubuli aneinander, so ergibt sich eine Länge von mehreren Kilometern. Man ist fast an die vielen Kanäle von Venedig erinnert…

In den Dentintubuli befinden sich sogenannte Odontoblastenfortsätze, die alle eine Verbindung zum Zahnnerv haben, aber auch zum Zahnhalteapparat. Da physikalisch-chemisch aneinandergrenzende Strukturen immer Ionen aus-tauschen und jede Amalgamfüllung immer mit sehr viel Druck in das Zahnloch eingebracht wird, ist es logisch nachvollziehbar, dass die Amalgambestandteile, allen voran Quecksilber und Kupfer bzw. Zink, besonders wenn man dann noch eventuelle Korrosionsvorgänge mit berücksichtigt, sich natürlich auch in den Dentintubuli feinst verteilen. Deshalb sehen 96% der Zähne nach der Amal-gamentfernung innerlich zunächst einmal grösstenteils schwarz aus!

Als wenn dies nicht schon schlimm genug wäre, wird in der Schulzahnmedizin das von Amalgam verfärbte Dentin, und damit meine ich nicht etwaige natür-liche Verfärbungen, belassen und darauf eine neue Füllung gelegt. Die Begrün-dung hierfür: "Möglichst viel Zahnsubstanz schonen!", "...das schadet ja nicht!" oder auch: "Der Nerv könnte ja eröffnet werden und dann muss man ja eine Wurzelbehandlung machen…" (Da fragt sich, was denn hier geschont wird, wenn zwar die Amalgamfüllung weg ist, deren Überreste aber dennoch im Zahn bleiben…) Über Wurzelbehandlungen hab ich mich ja schon in diesem Blog genügend ausgelassen…

Wen wundert es dabei auch, dass sehr viele Patienten nach Entfernung von Amalgamfüllungen immer typische Symptome einer Amalgamvergiftung bekommen und es ihnen danach immer schlechter geht als vorher… Diese Probleme gibt es nicht, wenn man die verfärbten Stellen restlos entfernt, d.h. bis auf das gesunde, nicht verfärbte Dentin. Der Zahn leuchtet dann auch wieder!

Im Vergleich zu neuer Karies und auch zur Entfernung von Kunststofffüllungen zieht sich der Zahnnerv bei Amalgamfüllungen auch wesentlich weniger zurück und bildet kein neues Dentin mehr. Wen wundert`s auch… Nervgewebe geht bei Berührung mit toxischen Stoffen eben kaputt bzw. erfüllt seine vorgesehenen Funktionen unter diesem Einfluss nicht mehr. Folgerichtig kommt es nach vollständiger Entfernung von Amalgamfüllungen viel häufiger zu den "gefürchteten" Wurzelbehandlungen als im Vergleich bei einer neuen Karies oder der Entfernung von Keramik- oder Kunststofffüllungen.

Bei der vollständigen Entfernung sind daher ganz neue Techniken gefragt, damit der Zahn sicher am Leben bleiben kann und sich keine Wurzelbehandlung anschliesst.

Die Quintessenz: Egal ob Schulzahnmedizin oder Ganzheitliche Zahnmedizin, wird das Amalgam nicht restlos aus dem Zahn entfernt, werden die Beschwerden durch Amalgam nicht verschwinden. Auch nicht nach einer Ausleitungstherapie…


Freitag, 11. September 2009

Müssen Wurzelbehandlungen an Zähnen sein? NEIN!!! Teil 3


Jetzt mal Fakten: zur Neuraltherapie, der praktischen Quintessenz dessen, was von mir in den vorangegangenen Artikeln über Wurzelbehandlungen postuliert wurde.

Genau genommen ist es eine zahnärztliche Ableitung der klassischen Neuraltherapie, die aus den Erkenntnissen von quantenphysikalischen Grundlagen, Neuraltherapie, Pleomorphismus und Iso- bzw. Homöopathie und der menschlichen Grundsubstanz entstanden ist.

Deshalb hab ich sie auch Zahnärztliche Neuraltherapie genannt!

Mittlerweile haben wir durch die Zahnärztliche Neuraltherapie innerhalb von 2,5 Jahren über 300 Zähne vor Wurzelbehandlung oder Entfernung des Zahnes retten können und die Verlustrate liegt bis jetzt bei höchstens 7%. 93% der Zähne sind bislang noch vital, d.h. am LEBEN, die längsten davon seit über 4 Jahren. (Schulmedizinisch eigentlich unmöglich, aber dennoch wahr!)

Ich sehe in dieser Methode eine adäquate Alternative zur Wurzelbehandlung oder Extraktion eines Zahnes. Für die Patienten ist dies mit Sicherheit eine angenehme Performance und vor allem echter Zahnerhalt und dazu noch kostengünstig.


Mittwoch, 27. Mai 2009

Ganzheitliche Zahnmedizin - Was bedeutet das für die Patienten?!?



Laut Wikipedia, dem meist genutzten Internetnachschlagewerk, gibt es für Ganzheitliche Zahnmedizin keine allgemeingültige Erklärung. Für jeden bedeutet daher Ganzheitlich ein klein wenig etwas anderes.

Und das ist vielleicht auch gut so! Warum?

Weil die Ganzheit des Menschen individuell ist, wie er selber es ja auch ist. So sollte jeder eine Definition für sich selber finden, was Ganzheitlich bedeuten könnte… Hier im Besonderen in Zusammenhang mit der Zahnmedizin.

Ganzheitliche Zahnmedizin in der Praxis, d.h. konkret, dass die ganzheitliche Therapie immer individuell auf die jeweilige Situation des Patienten abgestimmt werden muss und nur so seinen Bedürfnissen gerecht werden kann. Für einen anderen Patienten bedarf es einer anderen wiederum auf ihn abgestimmten Therapie. Wir sind alle verschieden: Weiblich, Männlich, Gross, Klein, Alt und Jung usw. Jeder Mensch benötigt natürlich immer eine jeweils andere auf ihn abgestimmte Therapie im Rahmen der Ganzheitlichen Zahnmedizin.

Nicht nur physische Aspekte einer Behandlung kommen zum Tragen, sondern auch psychische, seelische und philosophische Gedanken finden Berücksichtigung in der Ganzheitlichen Zahnmedizin. Nur so wird die Zahnmedizin vollkommen ganzheitlich, nicht nur durch den allgemein assoziierten naturheilkundlichen Teil.


Schulmedizinische Pauschalentscheidungen nach Schema F haben in der Ganzheitlichen Zahnmedizin nichts zu suchen. Genauso wenig wie Symp-tombekämpfungen, Wurzelbehandlungen und/oder Amalgam.

Wie kann es wohl sein, dass Amalgamfüllungen laut einer neusten Studie, die in den Medien weit verbreitet wurde, ungiftig und für den Patienten gut verträglich sein soll, aber die Zahnärzte die Amalgamreste europaweit über Sondermüllunternehmen entsorgen lassen müssen und Krematorien Filteranlagen zwischenschalten müssen, da sonst die Umwelt vergiftet wird???

Solche Widersprüche gibt es in der Ganzheitlichen Zahnmedizin nur wenige, weil 
Ganzheitliche Zahnmedizin sich primär logisch an den Beschwerden des Patienten orientiert und nicht blindlinks einem oder mehreren Symptomen folgt. Sicherlich sind Symptome wichtig, sonst würde sie unser Körper ja auch nicht aussenden, die Schmerzen und das Unwohlsein bei Krankheit, aber die Symptome sind eben wie Hinweisschilder im Strassenverkehr: sie zeigen die Richtung in die es uns führt, aber hinkommen müssen wir selber!

Schulzahnmedizin ist auch in der Ganzheitlichen Zahnmedizin wichtig, aber eben nicht nur, sondern dann angewendet, wenn sie benötigt wird! Hauptsächlich wichtig in der Ausführung dessen, was den Zahnarzt ausmacht: Sein Handwerk…

Ganzheitliche Zahnmedizin bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass dabei Schönheit und Ästhetik der Zähne auf der Strecke bleiben müssen. Auch die Ganzheitliche Zahnmedizin gestattet, wie auch die Schulzahnmedizin, individuelle Gestaltung und Ästhetik. Ganzheitliche Zahnmedizin steht dabei nicht nur für das Notwendigste oder das Meiste...

Ganzheitliche Zahnmedizin bedeutet auch die jeweilige Ästhetik eines Inlays, einer Füllung oder einer Krone, ja sogar der Chirurgie, individuell auf die jeweilige Situation abzustimmen, zu berücksichtigen und zu gestalten. Was heissen soll, dass es nicht reicht ausschliesslich ganzheitlich zu arbeiten, sondern man muss auch sein Handwerk zum Wohle des Patienten einzusetzen wissen und auch dort bestrebt sein sich zu vervollkommnen.

Wir sind in unserem Beruf tätig, um uns in unserem langen Berufsleben zu hinterfragen, zu verbessern, zu verändern und nach dem vollkommenen Essay dessen was Zahnmedizin bedeutet zu streben. Zahnmedizin bedeutet für jeden Zahnarzt ein klein wenig etwas Anderes, etwas Individuelles… Genauso wie Ganzheitlichkeit für jeden etwas Anderes bedeutet, etwas Individuelles…

Und das ist auch gut so!

Denn Ganzheitliche Zahnmedizin bedeutet nicht nur Schulmedizin oder Naturheilkunde, sondern beides kombiniert zum Optimum für die jeweilige Therapie des einzelnen, individuellen Patienten!